Fünf Handlungsratschläge auf dem Weg zum datengetriebenen Unternehmen

Fünf Handlungsratschläge auf dem Weg zum datengetriebenen Unternehmen

Fünf Handlungsratschläge auf dem Weg zum datengetriebenen Unternehmen

Predictive Maintenance, Smart Services und Industrial Internet of Things sind Erscheinungen im Zusammenhang von datengetriebenen Unternehmen. Was bedeutet “datengetrieben” und welche Handlungsratschläge haben sich bewährt?

Was ist ein datengetriebens Unternehmen?

Datengetrieben bedeutet nicht nur Daten zu sammeln, zu speichern und auszuwerten, sondern diese aktiv zur Entscheidungshilfe, Entscheidungsfindung und zur Analyse von Handlungsalternativen zu nutzen. Die meisten Entscheidungen (rund 46%) in Unternehmen werden derzeit noch auf Basis von Erfahrungen und Intuition getroffen [1]. Wissenschaftliche Studien legen nahe, dass der Einbezug von Daten zur Evaluation von Handlungsalternativen und Entscheidungsfindung, die Güte dieser steigert [2].

Handlungsratschlag 1: Groß denken und die wichtigsten Probleme angehen.

Häufig werden neue Ansätze zunächst im kleinem Maßstab und in einer vergleichsweisen kontrollierten Umgebung getestet. Paradoxerweise führt dies im Falle von Transformationsbemühungen zu einem erhöhten Risiko bei diesen Projekten zu scheitern. Warum ist dies so?

Wenn der Einsatz, das Risko und die Chancen groß sind, garantiert diese eine hohe unternehmensweite Sichtbarkeit des Projektes. Dadurch erhöht sich die Bereitschaft von leistungsstarken Akteuren sich einzubringen, zur Bereitstellung von Mitteln und Personal. Dies wirkt sich positiv auf die Erfolgswahrscheinlichkeit aus.

Handlungsratschlag 2: Am Anfang stehen die Fragen, nicht die Daten

In vielen Unternehmen wird das Thema “digitale Transformation” und “datengetrieben” zunächst rein technologisch behandelt. Dies bedeutet, dass ein Vielzahl von Daten gesammelt werden und technische Systeme aufgebaut werden wie bspw. Datewarehouse oder Datalakesysteme.

Sinnvoller ist, zunächst die Fragen und Probleme zu definieren, die zur Erreichung von Unternehmenszielen notwendig sind. Danach kann festgestellt werden, welche Daten benötigt werden und ob diese vorhanden sind bzw. zielgerichtet erhoben werden sollen. Auf Basis dieser Erkenntnisse können im Anschluss Geschäftsprozesse und IT-Systeme angepasst werden. Dadurch erfolgen Aufwendungen deutlich zielgerichter.

Handlungsratschlag 3: Leben in die Daten einhauchen

Die besten Daten, Analysen und Anwendungsfälle helfen nicht, wenn die Daten nicht greifbar, verständlich und nutzbar sind. Deshalb ist es wichtig zu planen, wie man die Datennutzung für ein spezifisches Problem in der Praxis gestaltet und einbettet. Dabei ist zu beachten, dass die Ergebnisse einfach verfügbar sind, d.h. der jeweiligen Personenkreis unkompliziert auf diese zugreifen kann, die Darstellung in einer Form erfolgt, dass diese auch damit umgehen können und dass die Werkzeuge (bspw. Analyticstools) einfach zu nutzen sind.

Je nach Situation können dies klassische Reports, Dashboards oder interaktive Simulationen sein.

Handlungsratschlag 4: Kapazitäten aufbauen ohne andere abzubauen

Bei der Transformation zur datengetriebenen Organisation sollten Kapazitäten immer additiv aufgebaut werden. Im Lauf der Transformation werden sich verschiedene Geschäftsbereiche eigene Tool- und Methodensets aufbauen. Schlussendlich erfolgt häufig die Einrichtung einer spezialisierten Datenanalyseabteilung. Dabei ist zu beachten, dass nicht alle Fähigkeiten und Tools in dieser gebündelt werden sollten, sondern dass diese Abteilung den anderen noch mehr Möglichkeiten eröffnet.

Gleichzeitig müssen auch nicht alle Vorgänge aus Excel-Sheets in ein zentralisiertes Tool überführt werden, sondern dies sollte nur Aufgaben erfolgen, bei denen der Nutzen dieser Maßnahme gesichert ist.

Handlungsratschlag 5: Die Teile bauen und das Große planen Der Ansatz zunächst die Fragen zu stellen, führt zum Aufbau vieler kleiner Werkzeuge. Gleichzeitig ist es wichtig, dass diese auf lange Sicht zusammengeführt werden, um keine Silolandschaft zu erhalten.

Aus diesem Grund ist empfehlenswert eine Daten- oder auch Digitalagenda zu erarbeiten. Diese Agenda hat das Ziel die übliche Vorgehensweisen und Werkzeuge zu identifizieren und IT und Geschäftsziele und -Strategie aufeinander abzustimmen. Die Datenagenda soll eine Vision und eine Roadmap aus Vogelperspektive beinhalten. Beides jeweils aus IT- und Geschäftssicht. Dadurch soll vermieden werden, dass sich Geschäftswirklich und IT auseinander entwickeln.

Fazit

Der Weg zur datengetriebenen Organisation ist lang und steil, aber in vielen Fällen unvermeidbar. Falls Sie weitere Informationen benötigen, zögern Sie nicht und kontaktieren Sie uns. Wir können Ihnen außerdem den Artikel “Big Data, Analytics and the Path From Insights to Value” [2] ans Herz legen.

Bildquelle:
Titelbild: JIRAROJ PRADITCHAROENKUL (iStock.com/Zapp2Photo - 675942252)
Quellen:
[1] Sopra Steria Consulting - Potenzialanalyse agil entscheiden
[2] Steve LaValle, Eric Lesser, Rebecca Shockley, Michael S. Hopkins and Nina Kruschwitz - Big Data, Analytics and the Path From Insights to Value - MIT Sloan Management Review

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